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Frankreichbesuch vom 22.03.-30.03.2010

 

22./23.03.2010 (Montag/Dienstag)

 

Man war aufgeregt, müde und gefasst. Wir standen an der Schule und warteten auf den Bus. Die Zeit wollte nicht vergehen. Dann endlich kam der Bus. Wir sortierten unsere Koffer, zeigten unseren Pass und suchten uns eine geeigneten Platz.

Pünktlich 21:00 Uhr fuhren wir los. Es wurde gespielt, gelacht und später auch geschlafen.

Ab 5:00 Uhr waren viele wieder wach. Es gab viele Pausen in denen man sich die Beine vertreten konnte. Am Genfer See (in der Schweiz) machten wir eine größere Pause von einer Stunde. Kurz nach dem Mittag fuhren wir endlich in Frankreich ein und starteten zu unserem zweistündigen Aufenthalt in Chambery. In kleinen Gruppen wurde selbständig die Stadt erkundet.

Gegen 16:00 Uhr kamen wir endlich in Goncelin an der Partnerschule an. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und bekamen Selbstgebackenes und ein kleines Geschenk. Danach löste sich die Runde auf und die Schüler aus Goncelin fuhren in ihre Familien. Für die Schüler aus Allevard ging die Reise weiter.

(Lisa Schneegaß)

24.03.2010 (Mittwoch)

Am Mittwoch erlebten wir zum ersten Mal französischen Unterricht. In kleinen Gruppen gingen wir in die französischen Klassen und versuchten, das Gesagte  zu verstehen. Einige nahmen auch an einer Deutschstunde teil.

Nach einer kurzen Pause wartete der Bus auf uns und wir starteten unseren Ausflug nach Crolles. Angekommen, wurden wir in zwei Gruppen geteilt. Die erste Gruppe durfte sich eine Fabrik anschauen, die kandierte Früchte herstellt. Dabei erfuhren sie viel über die Zubereitung solcher Früchte. Wer wollte, konnte sich im hauseigenen Laden solche Früchte kaufen und mit nach Hause nehmen. Die zweite Gruppe sah sich ein altes Viertel von Crolles an. Es bestand aus einem Pfarrhaus und einer Kirche, beide aus dem 12. Jahrhundert. Danach fuhren wir zu einem Supermarkt, wo man sich z.B. Süßigkeiten oder Getränke kaufen konnte. Auf der danebenliegenden Wiese trafen wir auf die französischen Schüler und aßen gemeinsam unsere Lunchpakete. Danach fuhren wir zu einer Eishalle. Nach zwei Stunden Schlittschuh laufen fuhren wir glücklich nach Hause zu unseren Gastfamilien.

(Kay Keller)

 

25.03.2010 (Donnerstag)

Für Genussmenschen und Sportler

Am Donnerstagmorgen starteten wir zum heutigen Ausflugsziel. Ausgeschlafen und munter nahm der Lärm im Bus seinen Lauf.

Wisst ihr, was ich euch empfehlen kann? Einen guten Käse aus Beaufort. Also, wenn ihr guten Käse mögt, kann man diesen nur empfehlen, denn einen besseren gibt es kaum.

Ich sage immer, „Käse ist wie Schokolade.“, denn er besteht auch aus leckerer Vollmilch.

Die Milch kommt noch wie früher von der Alm, da wir hier aber im Gebirge sind, ist das nicht immer möglich, wie zum Beispiel im Winter, denn da liegt so viel Schnee, dass es die Kühe nicht aus dem Stall schaffen. In einem Jahr werden in Beaufort etwa 10 Mio. Liter Milch gemolken. Diese Unmengen an Milch werden dann in Kupferbehälter gegossen und so lange umgerührt, bis eine etwas zähflüssige Masse entsteht.

In einen Kessel passen ca. 4000 Liter Milch, welche zu 8 Stück Käse verarbeitet werden, die jeweils 65 kg wiegen. Danach wird die „Milch“ erhitzt, bis sie körnig ist.

Das Erhitzen macht den Käse haltbar.

Die inzwischen körnige Flüssigkeit wird in eine Art Glocke gegossen. Darin setzen sich die Körner am Boden ab und die Molke wird abgegossen. Die abgesetzten Körner sind jetzt in einer runden Form.

Jeder Käse bekommt eine Art Stempel, welcher die Echtheit garantiert. Nach mehrmaligem Wenden werden sie im Keller zum Reifen gelagert. Nach 7 Monaten Reifezeit können die Käselaibe den Keller verlassen und verkauft werden.

Derzeit lagern rund 14.500 Käselaibe in Beaufort.

Und? Bist du neugierig geworden und willst dir das ganze einmal mit eigenen Augen ansehen? Dann auf nach Beaufort!

Oder bist du eher der sportliche Typ?

Dann solltest du dir vielleicht Albertville ansehen. 1992 fanden da die olympischen Winterspiele statt, wofür extra eine Halle gebaut wurde. Nach der Besichtigung der Eislaufbahn und des Stadions ging es zum Klettern.

Das erste, was wir sahen, war eine riesige Wand. Doch die war zum Glück nur für Fortgeschrittene und nicht für uns!

Wir gingen hinter diese monströse Wand an eine etwa 2m hohe Übungswand, an der sich alle  erproben konnten.

Es hat allen viel Spaß gemacht, einen neuen Sport auszuprobieren.

Während wir kletterten, konnten wir auch kleine Kinder beim Schlittschuhlaufen beobachten, die wie wir ganz in ihrem Element waren.

Aber selbst das größte Abenteuer geht einmal zu Ende.

(Sarah Leipert, Ulrike Krüger, Jenny Böhme)

 

Freitag (26.3.2010)
Wir sind 8:25Uhr von Allevard, und 8:45Uhr von Goncelin abgefahren. Der Bus hatte etwas Verspätung. Dann sind wir nach Choranche im Regen gefahren. Hier haben wir 11:00 Uhr die Grottes de Choranche besichtigt. Die Grotten waren sehr schön. Es war fast wie an einem Strand. Eine Führerin hat uns alles auf Französisch erklärt, aber zum Glück hatten wir Frau Masur, welche uns alles übersetzte, dabei. Wir haben viel erfahren, zum Beispiel dass man das Wasser trinken kann, aber es ist entmineralisiert oder dass ein Stalaktit in 100 Jahren bis  ca. 5cm wächst. Da es viele große dieser Steinzapfen gibt, muss die Grotte sehr alt sein. Zum Schluss  gab es noch ein kleines Abenteuer: Ein Film, zur Entstehung der Erde, wurde gezeigt. Dabei gab es tolle Lichteffekte.

Nach der Besichtigung machten wir eine Mittagspause und fuhren anschließend zum Palais du Chocolat (Palast von Schokolade). Pierre Jouvenal leitet das Familienunternehmen in der 3. Generation. Er erläuterte uns im Museum viel über die Zubereitung der Schokolade. Eine Spezialität des Hauses ist das Töpfern von Schokoladenfiguren. Wir bekamen einen Einblick in die verschiedenen Schokoladensorten und durften auch jeweils ein Stück verkosten.

 

 

 

 

 

 

 

Danach besichtigten wir das Museum, fotografierten und viele Schüler kauften eine Kostprobe für ihre Familie zu Hause.

 

 

 

Am Nachmittag wurden wir alle in der Schule in Goncelin zu einem deutsch –französischen Abend mit den Gastfamilien empfangen. Es wurde ein Programm aufgeführt, in welchem wir viel erfahren haben über den Besuch bei uns im letzten Jahr. Später sangen die Schüler „99 Luftballons“ von Nena. Danach gab es ein leckeres Abendbrot. Wir haben noch viel miteinender geredet. Es war ein sehr schönes Erlebnis.

(Franziska Näcke und Mandy Heppner)

Sonnabend/Sonntag (27./28.03.2010)

Am Wochenende waren wir in unseren Gastfamilien, mit denen viele etwas unternommen haben. Manche haben sich auch mit anderen Gastfamilien getroffen.

Als ich (Melanie Borrmann) am Samstag aufgewacht bin, dachte ich: „Oh nein, wir haben den Bus verpasst!“. Doch dann fiel mir ein, es ist ja Wochenende. Ich ging ganz ruhig an den Frühstückstisch und dachte: „Was machen wir heute?“ Nach dem Frühstück hat meine Gastmutti mich danach gefragt. Ich sagte, dass ich gerne reite und dabei habe ich erfahren, dass Perrine (die Schwester meines Gastschülers) ein sehr großer Pferdefan ist. So sind wir am Vormittag in ihren Pferdeclub gefahren. Zunächst hat mir Perrine ihr Lieblingspferd Looky gezeigt. Wir haben es geputzt und gefüttert, sind aber nicht geritten.

Wieder zu Hause angekommen, wurde ich vom Gastvati gefragt, ob ich Billard mag. Ich wollte es schon lange einmal ausprobieren und sagte ja. Es wurde mir kurz erklärt und dann ging es los. Dreimal haben wir gespielt und ich habe immer verloren. Am Abend haben wir Dart gespielt und ich habe öfters gewonnen.

Ich, Franziska Kind, berichte euch vom Sonntag in meiner Gastfamilie.

Zuerst  besuchte ich mit meiner Austauschschülerin und deren Freundin Andrey, sowie mit der Gastmutti, eine alte Stadt. Wir haben uns alles genau angesehen, es war wunderschön. Am Nachmittag hatten wir noch viel Spaß. Abends fuhren wir alle und Florian´s Großeltern in ein Restaurant. Wir haben Oliven, Salat, Austern und noch einige andere leckere Dinge gegessen. Dieses Wochenende war sehr beeindruckend.

(Melanie Borrmann und Franziska Kind)

Montag (29.03.2010)

Heute sind wir nach Grenoble gefahren. Hier nahmen wir an einer Stadtbesichtigung teil. Dafür wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Ich war in der ersten Gruppe mit einer französisch sprechenden Stadtführerin. Frau Masur übersetzte uns alles. Zuerst wurde uns die Stadt etwas vorgestellt.  43 v. Chr. wurde die Stadt gegründet. Sie liegt zwischen zwei Flüssen, dem „Drac“ und der „Isére“. Grenoble hat 160.000 Einwohner und 16.000 Studenten.

Danach wurde uns der Justizplatz gezeigt. Hier befindet sich das älteste Café. Anschließend sind wir zum Platz der Kräuter gelaufen. Im Mittelalter war dies ein Platz für wichtige Diskussionen. Heute gibt es hier frisches Obst und Gemüse, außer montags. Weitergelaufen sind wir zu der Brücke über die Isére. Im 17. Jahrhundert wurde sie durch die Flut zerstört. An der anderen Uferseite ist das Viertel St. Laurent. Es ist sehr berühmt für die Herstellung von Handschuhen. Leute von Belgien, Österreich und Luxemburg kommen, um sie zu kaufen. Anschließend waren wir an einem gothischen Haus. Es gehörte einem reichen Händler. Grenoble war ein wichtiger Ort an dem Menschen protestiert und mit Ziegelsteinen geschmissen haben. Deshalb gibt es den „Tag der Ziegelsteine“. Als nächstes liefen wir zum Geburtshaus von D´Henri Beyle. Er hat sich Stendhal genannt. Mit 6 Jahren hat er seine Mutter verloren. Er wohnte bei seinen Großeltern und wurde ein berühmter Schriftsteller. Am Ende der Führung waren wir auf dem Hauptplatz von Grenoble. Er heißt Grenette. Leute brachten zu diesem Handelsplatz Getreide und verkauften es. Zur Zeit der französischen Revolution wurde es der „Platz der Freiheit“.
Nach dieser Führung fuhren wir mit der steilsten Seilbahn Europas zur „la Bastille“. Die Kabinen, mit denen wir gefahren sind heißen „Téléphérique“. Aus den  “Téléphériquen“ hatte man eine sehr gute Aussicht auf die Stadt.
Wir hatten sehr schönes Wetter und so konnte man den Mont Blanc sehen. Das Glück hat man nur selten und so war die Freude groß. Der Mont Blanc ist der höchste Berg in den Alpen.
Oben auf der Bastille konnten wir etwas essen, trinken oder ein kleines Souvenir kaufen. Dann machten wir alle gemeinsam ein Foto. Später fuhren wir mit Seilbahn wieder nach unten.
Nun ging es in ein großes Shoppingcenter. Eine Stunde bekamen wir Zeit, um uns darin umzuschauen. Das freute alle sehr und viele nutzten dies zum Kauf für ein paar Andenken.

Pünktlich fuhren wir wieder nach Goncelin und Allevard.

(Yasmin Feige und Stephanie Kandler) 

Dienstag (30.03.2010)

Heute mussten wir die Heimreise antreten. Pünktlich 8:00 Uhr wurden alle Schüler von ihren Gastfamilien zur Gonceliner Schule gebracht. Vielen Schülern, Lehrern und Begleitpersonen viel der Abschied schwer. Alle haben die Gastfreundschaft in den Familien genossen. Diese Woche ist so schnell vergangen. Doch 8:30 Uhr war es endgültig soweit. Der Bus fuhr los, alle hatten ihre Plätze eingenommen, die reichliche Verpflegung verstaut und freuten sich aber auch auf ihr zu Hause. Es wird viel zu berichten geben. Die Busfahrt war sehr kurzweilig. Es durften Videos angeschaut werden. Die Erwachsenen hatten sich aber auch, knifflige Fragen zu der vergangenen Woche ausgedacht. So gab es während der Fahrt ein Quiz. Die besten Schüler erhielten schöne Preise, Souvenirs von Grenoble.

Die Rückfahrt verlief ohne Probleme. Bereits kurz nach 23:00 Uhr ist der Bus an der Klingenberger Schule angekommen. Alle Schüler wurden glücklich von ihren Familien in Empfang genommen.

 

Wir haben sehr viel während dieser Woche erlebt und werden noch viel zu berichten haben.

Vielen Dank an alle Organisatoren und vielleicht auf ein baldiges Wiedersehen in Frankreich.