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Skilager der OS Klingenberg

in Südtirol (11.-17.01.2014)

 

Dies dürfte mein 12. Bericht über ein Skilager der Klingenberger Schule sein. Es hat sich in den bisher 14 durchgeführten Skiwochen eine Routine eingeschliffen, die es einem Berichterstatter schwer macht, Neues zu erzählen.

Trotzdem möchte ich es versuchen.

Unser Reisebus kam am 11.Januar mit einer ebenfalls altersmäßig gemischten Gruppe aus Zittau im Bauch um 08:00 Uhr an unserer Schule an. Nach einer recht flotten Fahrt erreichten wir schon 19:00 Uhr unser Hotel im Ahrntal. Gepäck ausladen, Zimmer belegen, Abendessen einnehmen und eine kurze Einweisung für den nächsten Tag – das war das Programm am Tagesausklang.

1. Tag – mit der Skiausleihe für einen Teil von uns und dem Einrutschen am Übungshang für den anderen Teil wurde der erste Skitag bei Kaiserwetter begonnen. Nach einer ersten Gruppeneinteilung wurde am Vormittag bis zum Mittagessen je nach Können wiederholt, geübt und gelernt. Für den Nachmittag hatten wir uns etwas Besonderes ausgedacht. Der Förderverein der Schule, der je Schüler einen finanziellen Zuschuss zur Durchführung der Skiwoche beisteuert und durch Geldspenden von 2 Privatpersonen – Herrn Peter Panzer und Herrn Dirk Massi – waren wir finanziell nicht schlecht aufgestellt. Für alle Skigruppen organisierten und bezahlten wir einen 2-stündigen Skikurs mit Skilehrern der Skischule Speikboden und waren auch noch in der Lage, unser Abschlussrennen zu finanzieren. An dieser Stelle möchte ich allen 3 Geldgebern im Namen der Kinder recht herzlich Dank sagen.

2. Tag – wieder Kaiserwetter. Fahren, fahren, fahren, nur Übung macht den Meister. Bei unserer Anfängergruppe wurde besonders deutlich, dass ihnen die Stunden mit dem Skilehrer am Vortag gut getan hatten. Hier waren im Tagesverlauf die Fortschritte am stärksten spürbar. Alle anderen Gruppen nutzten die hervorragenden Bedingungen um recht viele Abfahrten auf möglichst allen vorhandenen Pisten zu absolvieren.

3. Tag – Schneefall. Trotz der nicht gerade guten Bedingungen wurde am Vormittag ausgiebig geübt. Nach dem Mittagessen war allerdings „die Luft raus“. Der Neuschnee hatte dafür gesorgt, dass die körperlichen Anstrengungen mindest doppelt so hoch waren wie am Vortag. So entschlossen wir uns, bereits den ersten Skibus in Richtung Hotel zu nehmen und den Kindern und uns einen Ausruhnachmittag zu gönnen.

4. Tag – Sonnenschein. Heute musste nachgeholt werden, was gestern versäumt wurde. Und es wurde nachgeholt. Alle Gruppen übten auf ihrem Level für den Riesentorlauf, unserem sportlichen Highlight der Skiwoche. Unser Felice stürzte kurz vor dem Mittag und klagte über Handgelenkschmerzen. Herr John fuhr ihn nach Bruneck ins Krankenhaus zum Röntgen – Ergebnis, Handgelenk angebrochen aber Skifahren möglich. Das okay dazu gab die Mutti am Abend nach einem Anruf zu Hause. Felice konnte also das Rennen mitfahren. Am Abend vor dem Essen führten wir die Startnummernauslosung durch.

5. Tag – leicht bedeckt. Sofort nach Erreichen des Skigebietes wurden die Startnummern verteilt, jeder Teilnehmer fotografiert und dann ging es zum warm-up. Alle fuhren sich erst einmal ein und absolvierten dann einen Probedurchgang. Dann wurde es ernst. Mit richtiger Zeitmessanlage, Starter und Kribbeln im Bauch begann der 1. Durchgang. Um mögliche Fehler ausgleichen zu können wurde noch ein 2. Durchgang gefahren. In die Wertung kam jeweils nur die beste der beiden Zeiten.

Nun war es schon wieder Zeit für das Mittagessen. Klasse war, dass unser Hotelier (Thomas Klammer) es diesmal geschafft hatte mit seinen Skiern zum Speikboden zu kommen. Also wurde er gleich mit in unser Gruppenbild integriert.

Gruppenbild1

Teilnehmer des Skilagers der OS Klingenberg

Traditionell wurde anschließend durch alle Teilnehmer der Skiwoche die „Schlange“ gefahren. „Cool“, „Guck mal Alter, das sieht Klasse aus“, „beeindruckend“. Das waren Sprüche die ich während des Filmens am Pistenrand zu hören bekam, als die Klingenberger hintereinander den Berg herabfuhren. Danach war abschließender Spaß in den Gruppen angesagt.

Thomas Klammer ließ er es sich nicht nehmen, mit verschiedenen Gruppen mitzufahren. Seine ehrliche Meinung war – Respekt vor dem erreichten Können der Anfängergruppe und mit der schnellen Truppe des Herrn John kann er nicht mehr mithalten (er kommt durch seine Tätigkeit und dem daraus resultierenden Zeitmangel kaum zum Skifahren – „... seit

8 Jahren das erste mal wieder auf Ski“ sagte er uns).

Die letzte Talabfahrt lag vor uns und wurde gemeistert. Schade, dass es schon wieder vorbei sein sollte. Ski abgeben, Sachen schon teilweise packen oder Einkaufen gehen waren die Nachmittagstätigkeiten. Nach dem Abendessen fand wie immer die Siegerehrung statt. Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde über seinen erreichten Platz und die drei Bestplatzierten bekamen zusätzlich noch eine Medaille.

 

Eine erlebnisreiche Woche war zu Ende. Wem sie gefallen hat sollte die Eltern schon jetzt darauf einstimmen, der erneuten Teilnahme 2015 zuzustimmen. Erzählt euren Schulfreunden davon, schaut euch gemeinsam die DVD an, begeistert auch sie für das Skilager der Oberschule Klingenberg.

Wir, die Elternbetreuer und Lehrer freuen uns schon jetzt wieder auf das nächste Jahr.

 

Meinen besonderen Dank möchte ich wiederum an die 5 Betreuer richten, die nicht nur ihr Geld sondern größtenteils auch ihren kostbaren Urlaub dafür verwenden, uns Lehrer bei der Aufsicht, beim Lehren und Üben zu unterstützen. Andrea Knöpchen, Werner Illgen, Frank John, Dirk Massi, Peter Panzer – wir können uns ein Skilager ohne euch nicht vorstellen.

 

Dieter Kripahle