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Skilager der Oberschule Klingenberg

„Fast perfekt und mit Überraschungen“ – das könnte das Fazit unseres 15. Skilagers sein.

Am Anreisetag konnten wir erneut ausschlafen und in Ruhe bei Schmuddelwetter den Treffpunkt Oberschule ansteuern. Alle Schüler waren mit ihren Eltern pünktlich 08:30 Uhr eingetroffen und harrten auf den Bus, der diesmal aus Berlin kommen sollte. Mit einer kleinen Verspätung rollte er auf die Wendeschleife. Gepäck einladen, Plätze einnehmen, der Berliner Gruppe einen Toilettengang ermöglichen, losfahren, es lief wie am Schnürchen. Der Busfahrer war für uns auch kein Unbekannter – mit ihm sind wir schon einmal nach Lüsen („Kompatscherhof“ - Skigebiet „Plose“) unterwegs gewesen. Von der Fahrt gibt es nichts wesentliches zu berichten, die Berliner Gruppe wurde kurz vor Innsbruck verabschiedet und wir erreichten kurz vor 20:00 Uhr unser Hotel, den „Ahrntalerhof“ in St. Johann.

Die Zimmerverteilung war bereits im Vorfeld geklärt und im Bus bekanntgegeben worden, so kam es zu keiner Verzögerung im Hotel und das Abendessen konnte eingenommen werden. Im Anschluss daran wurden kurze Informationen zum Ablauf des nächsten Tages gegeben und die Zimmer richtig in Besitz genommen.

Der Sonntag stand im Zeichen der Skileihe, der ersten Auffahrt ins Skigebiet „Speikboden“ und der ersten Bewegungen in diesem Winter mit Ski im Schnee. Südtirol hatte – wie die anderen Alpenländer auch – über Schneemangel zu klagen. Die recht dünne Schneeauflage präparierten jedoch die Mitarbeiter des Skigebietes ihren Möglichkeiten entsprechend täglich hervorragend. Die Aufteilung der Kinder wurde wie in allen vorangegangenen Skilagern jeden Tag durch unseren sportlichen Leiter des Skilagers – Herrn Schönfeld – vorgenommen und sah anfangs 4 Abteilungen vor. Reine Anfänger auf Ski waren 5 Kinder, die in die Obhut des bewährten „Anfängerbetreuers“ Dirk Massi gegeben wurden. Bereits am Nachmittag wurde diese kleine Gruppe getrennt und ich übernahm 3 Schüler von Dirk. Zum Einfahren war das Wetter gar nicht schlecht, es war bedeckt, leichter Schneegrieselfall und Wind bgleitete uns am Sonntag. An dieser Stelle nehme ich schon einmal den Wetterbericht für die nächsten 4 Tage vorweg – „Kaiserwetter“ !!!

iGruppenbildDie nächsten drei Tage wurde geübt und gefahren, geübt und gefahren. Bei fast allen Kindern wurden Fortschritte gegenüber dem Vorjahr sichtbar. War es die Verbesserung der Fahr- oder Kurventechnik, die zunehmende Sicherheit auf den Skiern oder der Abbau von Angst vor der Geschwindigkeit. Viele derjenigen die zum zweiten Mal dabei waren, können zukünftig für uns als „Allrounder“ gelten.

Für den letzten Tag war unser Riesentorlauf geplant, durchgeführt wurde er aber erst mit ein paar Stunden Verspätung. Südtirol ist eben doch ein klein wenig Italien. Mit typisch italienischer Nonchalance wurde uns beigebracht, dass „aus Versehen“ und durch „Computerprobleme“ andere Gruppen plötzlich unsere Startzeit erhalten hatten. Nun – egal, sind wir eben erst einmal die große Schlange gefahren und haben uns in den Gruppen weiterhin fit gehalten. Zeitiges Mittagessen und dann gab es das Startzeichen für unser Rennen. Alle gaben sich große Mühe und bei der Auswertung der Rennzeiten gab es besagte Überraschungen. Ich führe hier nur die drei Schnellsten auf.

Schnellste:  Tina Mühlberg (Klasse 6)
Zweitschnellster: David Meinert (Klasse 9)
Drittschnellste: Laura Götz (Klasse 5)

Das ist eine unglaublich tolle Leistung der beiden jungen Mädels, sie fahren schon seit Jahren zum Wintersport und haben das Skifahren einfach klasse drauf.

Da ich gerade einen euphorischen Moment habe möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass bei den Essenzeiten im Hotel die Hotelangestellten mit Nico Armster und Yanik Haenes
2 aktive Helfer beim Servieren und Abräumen hatten. Ganz allgemein muss man sagen, dass wir uns mit unseren Kindern getrost im Ausland sehen lassen können. Das Auftreten und Verhalten war für Jugendliche topp. Auch aus diesem Grund sind wir als Gäste und Freunde im „Ahrntalerhof“ immer willkommen. Vielen Dank für euer Verhalten ! Dank auch an eure Eltern, die euch sicherlich auch dahingehend vorbereitet haben.

Der Abreisetag gestaltete sich dann noch einmal anders als gedacht. Durch Umplanungen im Busunternehmen fuhren wir nicht mit „unserem“ Bus zurück, sondern mussten auf einen Nachtfahrbus warten. Und so kam es wie es kommen musste. Statt 08:00 Uhr fuhren wir erst 10:00 Uhr los. Diese Verspätung konnte auch nicht aufgeholt werden. Trotzdem erreichten wir alle zufrieden und unverletzt (!) Klingenberg, wo bereits die meisten der Eltern ihre Kinder erwarteten.

Meinen besonderen Dank möchte ich wiederum an die 5 Betreuer richten, die nicht nur ihr Geld sondern größtenteils auch ihren kostbaren Urlaub dafür verwenden, uns Lehrer bei der Aufsicht, beim Lehren und Üben zu unterstützen. Werner Illgen, Frank John, Dirk Massi, Peter Panzer – wir können uns ein Skilager ohne euch nicht vorstellen. Andrea Knöpchen war mit ihrem Sohn 6 mal als Betreuerin dabei, sie haben wir in diesem Jahr mit einem entsprechenden T-Shirt aus dem Betreuerteam verabschiedet. Andrea, danke für deinen Einsatz.
Herr Panzer hat als Sponsor für die Betreuer neue T-Shirts machen lassen, wie diese aussehen kann unter
www.speikboden.it gesehen werden, wenn man unter „Fotopoint“ am 15.01. um 13:22 Uhr nachschaut. Dort sind in der Zeit unserer Skiwoche viele bekannte Gesichter zu entdecken.

Im März dieses Jahres wird bereits wieder die Vorbereitung des nächsten Skilagers beginnen. Wir wollen diese schöne Tradition so lange fortsetzen wie es geht. Das hängt in erster Linie von engagierten Lehrern ab, die das dafür nötige Lehrzertifikat besitzen, das Skilager wollen und organisieren. An interessierten Elternbetreuern wird es – glaube ich – nicht mangeln. Für 2016 und 2017 sollte die Durchführung des Skilagers der Oberschule Klingenberg noch gesichert sein, danach ... ?

 

Dieter Kripahle
(Organisation)