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Skilager # 16 der OS „Hans Poelzig“ Klingenberg

 

Am Anfang gleich das Wichtigste – kein Unfall, niemand krank, alle wieder glücklich in Klingenberg angekommen.

Skilager oder Wanderwoche, so klar war dies vor Antritt der Fahrt nicht. Laut Internet waren nur 22 % der Pisten befahrbar, darunter die Talabfahrt. Wer allerdings weiß, dass diese mit Anfängern nicht zu bewältigen ist und allein 13 % der Kilometer ausmacht kann sich vorstellen, wie groß das Gedränge aller Skigruppen auf dem Rest des Areals sein würde. Was soll’s, die Fahrt war gebucht und bezahlt, also stiegen wir zur 12-stündigen Fahrt nach Südtirol in den Bus.

Das Ahrntal empfing uns mit Schneeregen der dicken Art, was dem Skigebiet über Nacht 30 cm Neuschnee bescherte. Nach den organisatorischen Obliegenheiten am Abend und der Skileihe am Sonntag fuhren wir den schweren Neuschnee langsam zu großen Haufen. Es war körperliche Schwerarbeit, den Neulingen die ersten Bewegungen und Meter beim Langsamfahren zu vermitteln. Je schneller man wird, umso leichter fällt das Kurvenfahren bzw. Kurvendriften. Jeder weiß jedoch, vor dem Erfolg muss Schweiß fließen. Ähnlich gestaltete sich Tag 2. Trotz Schmuddelwetter haben wir geübt und sind sehr viel gefahren. Als nach dem Mittagessen der Schneefall immer mehr in Regen überging, wir klatschnass bis hin zur Unterwäsche waren, haben wir den Tag vorzeitig abgebrochen, sind mit der Kabinenbahn zu Tal  und mit dem ersten Skibus um 14:00 Uhr zurück in das Hotel gefahren. Heiß duschen, Sachen zum Trocknen aufhängen und (vielleicht) ein Stündchen auf das Ohr legen war die Devise.

In der Nacht sind im Skigebiet noch einmal 25 cm Neuschnee dazu gekommen so dass ab Dienstag alle Pisten geöffnet wurden, diese aber noch nicht in dem Zustand sein konnten, wie wir das sonst gewohnt waren. Trotzdem haben wir es gewagt, mit der Einsteigergruppe den höchsten Punkt des Skigebietes „Speikboden“ zu erreichen, per Ski abzufahren und auch die Talabfahrt zu bewältigen. Toll – das haben wir sonst am 3. Tag noch nicht geschafft. Da sich das Wetter auch allmählich besserte, haben wir an diesem Dienstag wohl das Meiste erreicht. Der Mittwoch war schon eine Freude, mit den Gruppen unterwegs zu sein. An diesem Tag wurden die größten Fortschritte in der Technik und Sicherheit mit und auf den Skiern erreicht. Am Abend „verabschiedeten“ sich 8 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen aus dem Skilager. Die meisten von ihnen waren seit dem 5. Schuljahr in jedem Skilager präsent gewesen. Alle bedauerten es außerordentlich nun darauf verzichten zu müssen und fanden es toll, dass an unserer Schule eine solche Sportmöglichkeit angeboten wird, engagierte Lehrer dies organisieren und tolle Eltern dies mit ihrer Anwesenheit und Erfahrung unterstützen. Als Anerkennung überreichten sie uns einen Gutschein für einem gemeinsamen Abend außerhalb des Skilagers.

Der Donnerstag mit unserem Riesentorlauf wurde noch einmal richtig klasse. Der leichte Dunst am Vormittag wurde von der höher steigenden Sonne aufgelöst und es herrschte eitel Sonnenschein. Vielleicht war das ein Grund, dass wir ausgezeichnete Zeiten aller Teilnehmer am Rennen zu verzeichnen hatten ? Andrerseits hatten wir wohl durch die bescheidenen Verhältnisse der ersten Tage doch einen besonders festen Grundstein für Fahrtechnik und Kondition legen können. Die großen  Bemühungen aller Kinder mündete am Abend traditionell in der Siegerehrung und der Ausgabe der Medaillen und Teilnahmeurkunden.

Die Rückfahrt aus Italien gestaltete sich entspannt, von Grenzkontrolle kaum etwas zu bemerken und so erreichten wir pünktlich den Ausgangsort unserer Skifahrt 2016.

Abschließend muss eindeutig gesagt werden ,dass es ein harmonisches und entspanntes Skilager gewesen ist. Der Dank gebührt dafür in erster Linie natürlich unseren Schülerinnen und Schülern die durch ihr Verhalten wieder zu unserem guten Ansehen im Hotel, beim Mittagessen in der Gaststätte und im Skigebiet beigetragen haben.

Bild für Amtsblatt

Diesen Dank möchte ich auch an Sie, liebe Eltern, weitergeben. Sie haben Ihre Kinder mit Sicherheit gut auf diese Situation vorbereitet – Ihre Kinder haben das wirklich prima umgesetzt. Ganz besonders bedanken möchte ich mich wieder, auch im Namen der Kinder, bei den mitfahrenden Eltern (jetziger und ehemaliger Schüler) ohne die unser Skilager undenkbar wäre. Danke also an Ingrid Mende, Dirk Massi, Frank John und Peter Panzer (auch Sponsor) sowie an unseren ehemaligen Kollegen Werner Illgen.

Nicht vergessen möchte den Förderverein der Schule, der wieder die Kosten für das Rennen übernommen hat und die Sätze an Medaillen zur Verfügung stellte.

 

Auf ein weiteres Skilager 2017 !

 

Dieter Kripahle