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Skilager im UmbruchSkilager 2018

Das 18. Skilager der Oberschule „Hans Poelzig“ Klingenberg stand im Zeichen eines Generationenwechsels. Diejenigen, die über 18 Jahre hinweg die Organisation und Durchführung des Skilagers gemanagt haben, werden noch in diesem Jahr ihre Tätigkeit als Lehrer beenden. Damit verlieren auch die erworbenen Lehrbefähigungen für alpines Skifahren ihre Gültigkeit. Skibegeisterte Eltern, deren Kinder schon längst unsere Schule hinter sich gelassen haben aber immer noch als wertvolle Helfer dabei waren, werden Platz für jüngere engagierte Eltern machen.

Mit Herrn Sauer als neuen Kollegen haben wir einen tollen Sportlehrer mit besagter Lehrbefähigung an unsere Schule bekommen. Er war sofort Feuer und Flamme, als es um den Erhalt und die Weiterführung unseres Skilagers ging. Zwei weitere neue Kolleginnen – Frau Pillau und Frau Straube – haben ebenso großes Interesse an dieser Sportveranstaltung, dass sie 2017 in den Herbstferien zur Weiterbildung in Österreich waren und besagte Lehrbefähigung erworben haben. Damit sollte die stolze Tradition des Klingenberger Skilagers gesichert sein und über viele Jahre weitergeführt werden können.

Am 06. Januar traten 30 Schülerinnen und Schüler und 10 Erwachsene die Reise nach Südtirol an. Die Busfahrt verlief ohne Probleme und so konnten wir bereits 19:00 Uhr in unserem Zielhotel, dem „Ahrntalerhof“, einchecken. Nach dem Zimmerbezug und einem kräftigen 3-Gänge-Abendbrot wurden die Skipässe ausgegeben, der grobe Ablaufplan für den nächsten Tag verkündet und anschließend zur Nachtruhe übergegangen.

Der erste Skitag stand im Zeichen der Skileihe und den ersten Versuchen der Einsteigergruppe, die plötzlich ganz langen Füße richtig zu koordinieren. Das funktionierte nicht gleich aber bekanntlich macht Übung den Meister. Unsere Fortgeschrittenen und die „Düsenjäger“ waren ganz flink wieder in ihrem Element. Die Wetterbedingungen waren am ersten und am zweiten Skitag ziemlich gleich – normales Winterwetter aber mit „flachem Licht“. Das bedeutet, dass alles weiß in weiß erscheint und kaum Konturen (Hügel, Dellen, Löcher, Schneehaufen etc.) zu erkennen sind. Dies stellt gerade für schnelleres Fahren eine große Herausforderung dar. Alle gaben sich große Mühe und so konnten gerade bei den Neulingen ein großer Zuwachs an Können, Stabilität und Sicherheit verzeichnet werden. Sie konnten schon steilere Pisten recht sicher mit Pflugbögen bewältigen. Nun galt es, an der parallelen Skiführung zu arbeiten. Dies gelang Einigen am zweiten Skitag teilweise schon recht gut.

Tag 3 war ein Tag zum „Abhaken“. Schneefall die ganze Nacht und am Tag, bis zu 50 cm Neuschnee am Berg und keine Piste präpariert (geht auch gar nicht). Nach einem „Herunterhangeln“ im Schneetreiben wurde die Gaststätte aufgesucht und dort bis zum zeitigen Mittagessen gewartet. Anschließend wurde per Gondel ins Tal, und mit dem Mittagsskibus zum Hotel zurückgefahren. Den Nachmittag verbrachte dann jeder auf seine Weise.

Die nächsten beiden Tage entschädigten uns dann mit Kaiserwetter. Der Mittwoch stand im Zeichen des geplanten Riesentorlaufes. Am Vormittag wurde fleißig trainiert, mit uns selbst als Slalomstangen. Der fehlende Skitag war wohl ein Handicap für die Neulinge, das Rennen bewältigten sie aber mit Bravour. Stolz können sie auf sich sein und wir recht zufrieden mit unserer Arbeit. Nun erklommen auch die Anfänger den höchsten Punkt des Skigebietes und fuhren die gesamte Strecke bis ins Tal – toll.

(Skilagerbild)

Am letzten Skitag wurde dann gefahren, gefahren, gefahren. Bei klasse Sicht und hervorragenden Bedingungen machte das wahnsinnig Spaß. Die Kinder um Herrn Illgen haben z.B. in den 4 Skitagen 130 Abfahrtskilometer zurückgelegt. Als dieser Skitag zu Ende ging haben es alle bedauert, dass unser Skilager zu Ende ging. Uns als Betreuer ging es ebenso. Allerdings waren wir sehr glücklich, weil es keine Verletzungen gab, alle Kinder gesund und heil vom Berg zurück waren und wir ein tolles Erlebnis in Südtirol hatten. Die „neuen“ Elternbetreuer, Herr Rubein und Herr Ziller haben ihren Part zum guten Gelingen beigetragen und wollen auf jeden Fall in den nächsten Jahren wieder dabei sein. Dies ist wohl für uns „alte Hasen“ der schönste Lohn für unsere Arbeit. Am Abend fand die Siegerehrung für das Rennen statt. Die Besten erhielten Medaillen und alle eine Teilnehmerurkunde. Die Schüler der Abschlussklassen ehrten uns Betreuer mit kleinen Präsenten, die damit ihren Dank uns gegenüber zum Ausdruck brachten.

Die Rückreise am Freitag gestaltete sich wieder sehr entspannt. Ohne Stau kamen wir zügig voran und gegen 19:00 Uhr konnten die Eltern ihre glücklichen Kinder wieder in Empfang nehmen.

Aus den Annalen der Skilager: 2003 habe ich die Organisation der Skilager übernommen. Seither waren mit uns 509 Kinder (die meisten mehrmals und immer mitgezählt) in Österreich und Italien. In den ersten beiden Lagern waren es insgesamt ca. 80 Kinder gewesen. Von diesen Kindern gab es nur eine Hand voll, die das Skifahren nicht für sich entdeckt haben. Hoffen wir alle, dass das Interesse am Skifahren bei den Kindern auch in den nächsten Jahren noch recht groß ist und die Eltern dies unterstützen.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei allen Betreuerinnen und Betreuern des diesjährigen Lagers für die geleistete Arbeit bedanken – bei Frau Pillau, Frau Mende, Herrn John, Herrn Prüfer, Herrn Rubein, Herrn Ziller, Herrn Schönfeld, Herrn Sauer und natürlich bei Herrn Illgen. Den Elternbetreuern ein besonderer Dank, weil sie zusätzlich zu dem finanziellen Beitrag noch ihren Urlaub nehmen, um unseren Kindern dieses Skilager zu ermöglichen.

Nach dem Lager ist vor dem Lager. Wir haben für 2019 beim Reiseunternehmen schon wieder reserviert.

Dieter Kripahle             (Organisation)